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Redebeiträge & Bilder vergangener Veranstaltungen

Rede von Franz Lindlacher am 10. 4. 2021

 

Anlässlich der Verlegung des diesjährigen Ostermarsches durch die Friedensinitiative Traunstein in das Internet, aus Hygienegründen, veranstalten wir diese Kundgebung mit dem Schwerpunkt „Bedrohung des Friedens“. Im Schatten der Coronapandemie erfolgt derzeit eine beispiellose Aufrüstung und Bedrohung des Friedens. Der Virus wird mißbraucht um von politischen Maßnahmen abzulenken, die den weltweiten Frieden noch mehr bedrohen.

 

So verhält es sich mit der Verlegung von 31.000 Soldaten mit gepanzerten Einheiten an die russische Westgrenze. Vor einem Jahr wurde das geplante Großmanöver „Defender Europa 20“ – hier sollte eine ganze Panzerdivision aus den USA nach Polen bzw. ins Baltikum verlegt werden. wegen Corona nur in Teilen umgesetzt, wäre aber das größte US-geführte Manöver in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges gewesen. Diese Truppenverlegung wird jetzt mit „Defender Europa 21“ nachgeholt und richtet sich wieder gegen Russland. Im Schwarzen Meer befinden sich bereits 18 NATO-Kriegsschiffe.

 

Während bei den »Defender Europe«-Manövern der Aufmarsch gegen Russland an allen möglichen Teilfronten geübt wird, proben die US-Streitkräfte mit asiatischen Verbündeten zugleich den Aufmarsch gegen China – im Rahmen der »Defender Pacific«-Manöverserie, die gleichfalls im vergangenen Jahr gestartet wurde, hierzulande aber kaum beachtet worden ist. So wird mit der Verlegung von Flugzeugträgern der USA in das chinesische Meer eine zusätzliche Drohkulisse gegen China aufgebaut.

 

Eine weitere Bedrohung des Friedens ist die Unterstützung der, in einigen Regionen Syriens tätigen, islamistischen Terroristen, der Aufenthalt von US-Militärs in Nordsyrien wo sie das, für den Wiederaufbau Syriens so notwendige Öl stehlen und über die Türkei verkaufen, sowie die Wirtschaftsblockade gegen den syrischen Staat, was sogar zu Hungersnot führt. An dieser Wirtschaftsblockade beteiligt sich auch die EU und auch Deutschland. Weiter wird in Deutschland der Rüstungsetat erhöht. Auch dies im Schatten von Corona – niemand spricht darüber. Oder die Steigerung der Rüstungsexporte. Wir wollen dass diese Themen wieder in den Mittelpunkt der Debatte kommen und nicht von Corona an den Rand gedrängt werden.

 

In dieser Zeit ist es völlig unverantwortlich, dass die Friedensinitiative ihre Aktivitäten ins Internet verlegt obwohl die Kriegsgefahr derzeit so hoch wie schon lange nicht mehr ist.

 

Der Friede ist nicht alles aber ohne Frieden ist doch alles nichts.

 

 

Kundgebung in Waging am 8. 4. 2021

Traunsteiner Tagblatt 18.03.2021

Traunsteiner Tagblatt 16.03.2021

Rede von Franz Lindlacher an der ersten Kundgebung im Juni 2020:

Bei einem gefährlichen Virus, dessen tödliches Potential auf einer seriösen Datenbasis festgestellt wurde, kann ein Lockdown angemessen sein. Im Sinne des großen Ganzen können vom einzelnen Bürger Einschränkungen verlangt werden. Begleitschäden müssen ständig abgewogen werden.

 

- das ist im Fall von Corona nicht belegt, die Zahlenbasis ist völlig unzureichend , im Gegenteil die zwar fragwürdigen Zahlen zeigen keinen Anlass für apokalyptische Prophezeiungen.

 

- Viele von uns haben das Problem dass wir ein Verstummen jeder Opposition in der Politik sehen:

 

- die Grünen und die FDP haben diese Rolle schon vorher aufgegeben, aber auch die Linke sorgt für Kopfschütteln. Frau Kipping spricht von hunderttausenden bis über eine Million Tote bei einer Lockerungswelle. Bei kritischen Nachfragen wird man gleich in die Ecke von Verschwörungstheoretikern gestellt.

 

- warum hat das RKI über 6 Wochen empfohlen die Gestorbenen nicht zu obduzieren, obwohl genaue Kenntnis der Todesursache von überragender Bedeutung für die Erkrankten ist.

 

- warum eröffnen erst shopping-center, während Kindergärten und Schulen geschlossen bleiben obwohl keine Untersuchungen bestätigen, dass Kinder ein größeres Risiko als Überträger darstellen.

 

- haben einige der Maßnahmen nicht zu einem größeren Schaden geführt, als ihr Nutzen war.

 

- dient der Lockdown überhaupt dem „Schutz der Schwächsten der Gesellschaft“ wie immer wieder behauptet wird. Ich denke da an die Kinder, die nicht mit anderen Kindern Kontakt habendürfen, die vor allem Bildung und Bewegung an der frischen Luft brauchen, an die tausende Menschen, die ohne sich von ihren Angehörigen verabschieden konnten, in den Altersheimen gestorben sind. 900 pro Tag Auch diese Liste ließe sich fortsetzen.

 

Es ist jetzt nicht möglich alles aufzuarbeiten. Viele Maßnahmen am Anfang der Pandemie waren verständlich und vielleicht auch richtig. Jetzt geht es darum, diese Maßnahmen zu beenden und ohne gscheidhaferlei zu analysieren, was war sinnvoll und was hat mehr geschadet als genützt. Denn eines ist sicher, das war nicht der letzte Virus, der uns heimsucht.

 

Jeder von uns hat seine Gründe, warum er heute hier ist. Der eine ist existentiell bedroht, andere sehen die Grundrechte gefährdet, mir geht es besonders um die Entwicklung der Kinder, die ich durch diese Maßnahmen ganz besonders bedroht sehe. Und um die Bäckereiverkäuferin – Theke Aber sprechen wir miteinander welche Maßnahmen jetzt noch angemessen sind und lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Fußballfans gegen Kindergartenbesuch, Gastronomie gegen Demonstrationsrecht, das bringt nichts. Wir müssen zusammenhalten damit diese Geisterfahrt beendet wird.